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Straßen- und Platznamen mit antisemitischen Bezügen – auch in Lichtenberg?

Im Auftrag des Landes Berlin wurde ein Dossier zu Straßen- und Platznamen mit antisemitischen Bezügen erstellt. Die Handlungsempfehlungen sind teils kontrovers – sie reichen von der Anregung weiterer Forschung bis zur Umbenennung. Die LINKE hat die Studie zum Anlass genommen, auch in Lichtenberg einmal genauer hinzusehen. Wir hoffen, eine Debatte anzustoßen und wollen ergebnisoffen unter Beteiligung von Anwohnenden, Bezirksverordneten und Historikern diskutieren.

Im Auftrag des Landes Berlin wurde ein Dossier zu Straßen- und Platznamen mit antisemitischen Bezügen erstellt. Die Handlungsempfehlungen sind teils kontrovers – sie reichen von der Anregung weiterer Forschung bis zur Umbenennung. Die LINKE hat die Studie zum Anlass genommen, auch in Lichtenberg einmal genauer hinzusehen. Wir hoffen, eine Debatte anzustoßen und wollen ergebnisoffen unter Beteiligung von Anwohnenden, Bezirksverordneten und Historikern diskutieren. Wichtig ist die Auseinandersetzung mit der Geschichte und den Namensgebern, nicht schnelle symbolische Um- und Neubenennung ohne Forschung und Debatte. 

Wir wollen uns damit klar vom Vorgehen der frühen 90er Jahren abgrenzen. Damals wurden handstreichartig viele wichtige Lichtenberger Straßen umbenannt. Statt einen französischen Kommunisten und Widerstandskämpfer, Jacques Duclos, zu ehren, trägt die Straße am Lichtenberger Rathaus heute den Namen des preußischen Generalfeldmarschalls Möllendorff. Statt daran zu erinnern, dass die Rote Armee auf einer Lichtenberger Straße vorrückte, um Berlin vom Hitlerfaschismus zu befreien, trägt die Straße der Befreiung heute den Namen „Straße Alt-Friedrichsfelde“. Die Rechnung für diese pseudohistorischen Schnellschüsse mussten damals die Anwohnenden zahlen. Beitrag aus infolinks Februar 2022

Der gemeinsame Antrag mit Bündnis 90/Die Grünen wurde in der Bezirksverordnetenversammlung vom Januar 2022 zur weiteren Beratung in den Kulturausschuss überwiesen. Dies gilt auch für die Änderungsanträge von SPD und AfD.

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